Mitglieder und Unterstützer von Kreisverband und Gruppe zeigten sich heute solidarisch mit dem verdi Bezirk Westfalen.
Dieser hatte dazu aufgerufen, sich für den Erhalt des Acht-Stunden-Tages einzusetzen.
Die Regierung will das Arbeitszeitgesetz grundlegend umbauen. Der Grundsatz des Acht-Stunden-Tages und die Zehn-Stunden-Höchstarbeitszeit sollen fallen – stattdessen soll nur noch eine 48-Stunden-Woche gelten.
Gerade in der Post-, Paket- und Logistikbranche, in der schon jetzt hohes Tempo und körperlich schwere Arbeit Alltag sind, hätte dieser Umbau gravierende Folgen.
Unser BSW-Parteivorsitzende Fabio De Masi meint dazu:
„Das Rütteln am 8-Stunden-Tag ist ein Angriff auf die hart arbeitende Bevölkerung. Zudem ist es eine ökonomische Dummheit: Eine Ausweitung der Arbeitszeiten wird die Arbeitslosigkeit erhöhen. Und sie ist eine faktische Lohnsenkung! Die bestehenden Regelungen sind ausreichend flexibel. Die Union will millionenfacher Ausbeutung Tür und Tor öffnen. Wir brauchen endlich eine vernünftige Wirtschaftspolitik mit niedrigen Energiepreisen, Abbau von Bürokratie und Investitionen in die Infrastruktur und keine täglichen Attacken auf Arbeitnehmer, die das Land am Laufen halten.“
Und Sahra Wagenknecht ergänzt: „Gerade bei harter körperlicher Arbeit sind verlängerte Arbeitszeiten ein Anschlag auf die Gesundheit, ohnehin nehmen stressbedingte Erkrankungen seit Jahren zu. Ausserdem ist bekannt, dass längere Arbeitszeiten die Produktivität senken. Dass die Klingbeil-SPD da mitmacht, ist ein Armutszeugnis“.

