Erhöhung der Standgebühren für Markthändler – eine Sackgasse

Jährlich 666.000 € Defizit fährt die Stadt als Veranstalter mit den Wochenmärkten in der Innenstadt und in den Vororten ein. Die Stadt will davon nur noch 250.000 € tragen und das restliche Defizit von 416.000 € auf die Markthändler abwälzen. Dies könnte auf eine annähernde Verdoppelung der Standgebühren hinauslaufen.

Die BSW-Gruppe im Rat der Stadt Dortmund lehnt dies kategorisch ab. Eine derart drastische Kostensteigerung für die Markthändler würde ihre weitere Marktbeschickung unwirtschaftlich machen. Inflation, gestiegene Personalkosten und Konsumzurückhaltung bereiten ihnen bereits Probleme und veranlassen manche zur Aufgabe des Markthandels. In den Vororten, aber auch auf dem Hansaplatz zeigen sich zunehmend Lücken bei den Marktständen. Eine weitere Ausdünnung der Märkte macht diese zunehmend unattraktiv und führt rechnerisch zu weiteren Kostensteigerungen pro Marktstand. Gebührenerhöhungen setzen eine Abwärtsspirale in Gang und wirken kontraproduktiv.

BSW-Ratsmitglied Thomas Zweier meint:„Wir wünschen uns attraktive Wochenmärkte mit vielfältigen Angeboten, auf dem sich Alt und Jung beim Einkauf treffen, wo lokale und regionale Produkte jenseits der Hektik beim Discounter im Austausch mit dem Händler erstanden werden. Wo auch ein Kaffee oder ein Snack angeboten und ein Plausch mit Freunden und Bekannten erfolgen kann.“ Und BSW-Ratsfrau Ulrike Behrendt ergänzt:„Wochenmärkte dürfen nicht schlicht als Kostenfaktor betrachtet werden. Sie sind auch mehr als eine Einkaufsgelegenheit.

Wochenmärkte sind zugleich soziale Treffpunkte und lebendige Orte der Begegnung und der Kommunikation.“ Die gewachsene Kultur der Dortmunder Wochenmärkte, die die Lebendigkeit unserer Stadt anreichert, darf nicht durch einen verengten Blick auf ein relativ kleines Defizit in die Sackgasse oder vor die Wand gefahren werden.

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