BSW Dortmund hat einen Freund verloren – Willy Auffahrt ist tot

Am Freitag, dem 27. Februar 2026 wurde unser Freund Willy Auffahrt in seinem 74. Lebensjahr von seinem schweren und langwierigen Leiden erlöst. 

Wer Willy kennenlernen durfte, der sah einen dem Leben zugewandten, warm- und offenherzigen, tatkräftigen und zupackenden Menschen. Jemanden, der ein offenes Wort führte. Aber auch ein Wort, auf das man sich verlassen konnte.

Frieden und soziale Gerechtigkeit bildeten die wesentlichen politischen Anliegen, die Willy zu uns führten. Schon die Wahl seines Vornamens war Programm. Wer ihn noch nicht kannte und ihn zunächst Wilhelm nannte, wurde korrigiert: „Gerne Willy“, hieß es dann. Natürlich – und da wurde er programmatisch – hinten mit y. Eng damit verbunden war sein Lebensmotto „Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus“, das er auch lebte.

Willy ließ sich nicht ein X für ein U vormachen. Das konnten manche im Umwelt- sowie im Verkehrsausschuss des Rates erleben, in denen Willy vor 15 Jahren als Sachkundiger Bürger gewirkt hatte. Er war ein widerständiger Mensch. Konflikten vor allem mit der Obrigkeit ging er nicht aus dem Weg. Seine ausgeprägt ökologische Ader veranlasste ihn vor gut zehn Jahren, am Aufbau einer von breiten Teilen der Bürger im Brackeler Raum unterstützten Bürgerinitiative gegen die Verlängerung einer Schnellstraße durch geschützte Freiräume aktiv mitzuwirken. Erfolgreich unterstützte er die Flughafengegner gegen eine Verkürzung des Nachtflugverbots. Und gegen Über-Nacht-Baumfällungen mobilisierte er und prangerte sie öffentlichkeitswirksam an – stets zum Missvergnügen des öffentlichen Auftraggebers.   

Willy hatte von Kindesbeinen an eine große Leidenschaft: Karl May. Er hatte sich eine großartige Sammlung mit wirklichen Rara zugelegt. Im Ruhestand erkundete Willy mit seinem Wohnmobil Nordamerika. Besonders zog es ihn ins Piemont, wo er an Flüssen und Bachläufen Gold schürfte. Nicht um reich zu werden, sondern um in der Abgeschiedenheit die Natur zu erkunden und zu genießen. Auf der anderen Seite war die Geselligkeit mit ihm alles andere als langweilig.

Leider hatten wir Willy nur bis zu den recht erfolgreichen Europawahlen 2024 in unseren Reihen. Mehr gemeinsame Zeit war ihm und uns nicht vergönnt.
Möge er in Frieden ruhen.

Europawahlkampf mit Willy (rechts),
Europawahlkampf mit Willy (rechts), 2024

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